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Für mich ist er ja in jedem Jahr ein besonders schöner Tag, unser Tag der offenen Tür. In diesem Jahr fand ich ihn besonders fein. Warum? Nun, ich hatte etwas mehr Zeit als sonst, mir anzusehen, was die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Kolleginnen und Kollegen vorbereitet haben und konnte mir etwas ausführlicher als sonst ansehen, was sie beschäftigt und was sie bewegt. Schön war das. Danke!

So habe ich charmante LosverkäuferInnen getroffen und auch in diesem Jahr etwas gewonnen. (Das klappt sonst nie. Glück habe ich nur bei der Tombola der NMS.) Dann habe ich etwas über Schutzkisten für streunende Katzen gelernt, Sigara Börek genossen und einen leckeren Muffin mit Gemüse.

Ich habe gesehen, dass man schicke Schilder ganz modern mit Computereinsatz, aber auch old school mit Hammer und ääääh, wie heißt das Gerät doch gleich? herstellen kann.

In der Cafeteria gab es köstlichen Käsekuchen.

Ich habe mit einem Schüler gelacht, der es witzig fand, dass er am Samstag freiwillig in der Schule war, ich aber nicht. Er war daher völlig sicher, dass er mehr Spaß hatte als ich. (Träum weiter. Ha.)

Dann habe ich noch erfahren, dass es in Jahrgang 10 einen glühenden Fan von Weihnachtsdekoration gibt, als ich fast über seine Mega-Lichterkette gestolpert bin. (Ja, das kann ich gut...)

Natürlich habe ich es wieder nicht geschafft, hinter alle Türen zu blicken, denn ein wenig Arbeit gab es natürlich auch für mich. Und so ist es dann eben:

Da hörst du schöne Musik aus der Aula, folgst dem Klang und kaum bist du oben angekommen, da ist die Musik auch schon verklungen und es wird gerade zusammengepackt.

Natürlich kannst du auch nicht alles probieren, was da gebacken, gebrutzelt und gekocht wurde. Geht echt nicht, selbst dann nicht, wenn du nicht gefrühstückt hast.

Da siehst du den Kollegen mit einigen Schülerinnen und Schülern ein Haus über den Hof tragen, kommst aber einfach nicht dazu, dir anzusehen, was es damit auf sich hat, weil du schnell etwas aufgeräumt und dich dann in der ersten Etage kurz -nur ganz kurz, wirklich- verquatscht hast. 

Und in der Sporthalle kommst du vielleicht auch gerade dann an, wenn die Sportlerinnen und Sportler sich ausruhen. 

Immerhin habe ich dann aber mal in Ruhe einen Button basteln können, habe Texte für die Homepage bekommen (Danke liebe 10er!) und die in Blitzgeschwindigkeit entstandene Zeitung mit den Ergebnissen einer Fragebogenaktion von Schülerinnen für Schülerinnen konnte ich zum Glück mitnehmen und später ordentlich durchlesen. 

Und es geht auch nicht darum, alles mitzukriegen oder mitzunehmen. Wichtiger ist es, die Atmosphäre zu genießen, sich über das Interesse unser Besucherinnen und Besucher zu freuen und irgendwie mal wieder zu merken:

„Jeder kann über sich hinauswachsen und etwas erreichen, wenn er es mit Hingabe und Leidenschaft tut.“ (Nelson Mandela)

Im nächsten Jahr schaffe ich es bestimmt, mir auch einen dieser schicken Kerzenhalter zu bauen, die man in der Werkstatt herstellen konnte. Ganz sicher.

(A. Stursberg)

 

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